Friday 10. February 2012

Inhalt:

Information für Ärztinnen und Ärzte:

Vor der Blutabnahme:           

  • immer zur gleichen Tageszeit
  • 12 Stunden Nahrungskarenz
  • eingeschränkte körperliche Aktivität
  • im medikamentenfreien Intervall
  • Einhalten einer standardisierten Abnahmetechnik

Blutabnahme:                          

Den Stauschlauch eine Handbreit über der Punktionsstelle anlegen. (bei „schlechten“ Venen kann man auch sehr gut eine Blutdruckmanschette verwenden die 10 mm Hg unter dem diastolischen Blutdruck aufgepumpt wird) der Puls sollte jedenfalls noch tastbar sein.


Desinfektion: Punktionsstelle desinfizieren und danach kurz trocknen lassen.
Die Nadel mit nach oben zeigendem Schliff in Verlaufrichtung der Vene einführen.
Die Stauungszeit sollte im Idealfall unter 1 Minute liegen. (besonders wichtig bei der Abnahme von Gerinnungsröhrchen)
Danach die Stauung lockern bzw. ganz lösen.
Unmittelbar nach der Abnahme die Punktionsstelle mit einem Tupfer versorgen und dem Arm hochhalten lassen. Bei einer normalen Gerinnung sollte die Blutung nach ca. 3 Minuten zum Stillstand gekommen sein.
Nicht vergessen: Die Nadel muss sofort in einem stichfesten Behälter entsorgt werden!

Generell sollte die Abnahme aus einem Kathetersystem vermieden werden; ist sie unvermeidlich, sollte man mit 10 bis 20 ml NaCl 0,9% spülen und danach die ersten 10 ml Blut verwerfen.
Wenn ein Patient eine Infusion bekommen hat, empfiehlt sich die Blutabnahme am anderen Arm.


Empfohlene Reihenfolge der Röhrchen bei der Blutabnahme:
                                               
                                                1. Blutkultur

                                                2. Serumröhrchen ( Röhrchen ohne Zusatz)

                                                3. Zitrat

                                                4. Heparin

                                                5. EDTA

                                                6. Glykolysehemmer (Glukose/Laktat)         

Nach der Blutabnahme:            

  • alle Röhrchen mit Zusätzen (Zitrat, Heparin, EDTA) nach der Abnahme 2-3x kippen (nicht schütteln!)
  • kurze visuelle Beurteilung: Gerinnselbildung?
  • Proben möglichst rasch ins Labor bringen

Patienteninformation:

 

Für die stationäre Aufnahme:

Sie sollten am Morgen der stationären Aufnahme nüchtern sein!
Das bedeutet, dass Sie 12 Sunden bevor Sie ins Krankenhaus kommen, also ab 19 Uhr des Vorabends, keine Mahlzeit mehr essen sollten.
 
Alle Medikamente die Sie normalerweise morgens einnehmen müssen, können, wie gewohnt, weiter genommen werden.
Wenn Sie aber ein Medikament für die Schilddrüse verordnet bekommen haben (Euthyrox, Novothyral, Thyrex usw.), nehmen Sie es an diesem Tag bitte nicht ein!

 

Für die Kontrollen in unseren Ambulanzen:

Informationsblätter der Rheumaambulanz

Therapie mit Antimalariamittel

 

Resochin (Chloroquindiphosphat) - Filmtabletten zu 250 mg

 

Laborkontrollen:

 

In den ersten 3 Monaten monatlich, danach alle 3 Monate

-> Blutbild inkl. Thrombozyten, Diff.-BB, Kreatinin, GOT, YGT, CK n. Klinik

Therapie mit Arava 10 mg, 20 mg, 100 mg Filmtabletten

 

Laborkontrollen:

 

Alle zwei Wochen in den ersten drei Monaten, dann monatlich ->  Blutbild mit Thrombozyten, Differentialzählung

 

Basisblock monatlich, nach sechs Monaten alle acht Wochen.

 

Bei persistierender Erhöhung der AST (SGOT) oder ALT (SGPT) über das Dreifache des oberen Normbereichs muss Leflunommid abgesetzt werden.

 

Bei Kinderwunsch kann (in speziellen Fällen) der Plasmaspiegel (duch den Hersteller) gemessen werden. 

Therapie mit oralem Gold Ridaura - Tbl. zu 3 mg

 

Laborkontrollen:

 

In den ersten 8 Wochen 14-tägig, danach monatlich

-> Blutbild, Diff., Thrombozyten, Harnstatus, Transaminasen, Kreatinin

Therapie mit Methotrexat (MTX)

 

Laborkontrollen:

 

In den ersten 4 Wochen wöchentlich, im 2. und 3. Monat 14-tägig, danach alle 4 Wochen

-> Blutbild, Diff., Thrombozyten, Leberfunktion (YGT, GPT, AP), Kreatinin, Harnstatus

 

weiters monatlich -> BSG und CRP

 

-> Frage nach Gl-Beschwerden, Hautsymptome, Stomatitis, Atemnot oder Husten, Fieber

Therapie mit Ciclosporin A

 

Laborkontrolle:

 

In den ersten drei Monaten 14-tägig

ab dem 4. Monat monatlich ->

 

Blutbild, Leberfermente, Kreatinin, Kalium, Harnstatus.

Blutspiegelbestimmung (Blutabnahme mindestens 12 Stunden nach der letzten Dosis) ev. zur Compliance-Kontrolle. Steigt das Serumkreatinin >1.5 mg/dl, so ist die Dosis von Ciclosporin A für ein Monat um 25 % zu reduzieren und eine Laborkontrolle nach 14 Tagen zu veranlassen. Bleibt das Serumkreatinin weiterhin erhöht, so ist das Ciclosporin A abzusetzen und erst ab einem Normalwert (zweimalige Bestimmung) neu zu beginnen.

Therapie mit Salazopyrin 500 mg-Filmtabletten Sulfasalazin

 

Laborkontrollen:

 

In den ersten 3 Monaten 14-tägig, danach monatlich

-> Blutbild, Thrombozyten, Leberfunktion (YGT, GOT, GPT, AP), Kreatinin, Harnstatus, ANA (4 bis 6 Monate)

© 2011 Barmherzige Brüder Österreich
http://www.kainbach.at/