Friday 10. February 2012

Inhalt:

Sanierung der Unfallambulanz in Frauenkirchen

Regionales Gesundheitszentrum bekommt ein neues Kleid
In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts war Landesrat Mader intensiv bemüht, eine flächendeckende medizinische Versorgung für die burgenländische Bevölkerung zu erwirken. Mit den Krankenhäusern Güssing, Oberwart, Oberpullendorf, Kittsee und Eisenstadt waren alle Bereiche mit Ausnahme des Seewinkels abgedeckt.
So wurde es zum Bestreben von Landesrat Mader in Frauenkirchen mit einem Einzugsgebiet von ca. 15.000 Einwohnern ein Klein-Krankenhaus zu errichten, für welches 1979 der Grundstein gelegt wurde.

Begünstigt durch die Verbesserungen in der verkehrstechnischen Erschließung des Nordburgenlandes und der Installierung des Notarztwesens änderte sich die Bedeutung ca. 55 km von Eisenstadt und Kittsee entfernt liegenden Frauenkirchen in Klein-Krankenhaus mit geplanten 10 stationären Betten zu betreiben. So wurden 1980 Verhandlungen über den Betrieb einer Unfallambulanz mit dem Konvent der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt aufgenommen.

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LR Rezar, P. Provinzial Kohler OH, LH Niessl, Bgm. Ziniel (v. l. n. r.)

  
Im Juli 1981 wurde der Betrieb der Unfallambulanz als Außenstelle des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder vertraglich festgeschrieben. Mit ca. 14.000 Leistungen in der Unfallambulanz, 3.000 Leistungen in der Physiotherapie und 11.000 Röntgenleistungen pro Jahr wurde die Unfallambulanz in Frauenkirchen zu einer überaus wichtigen „Brücke“, der für die medizinische Basisversorgung der ortsansässigen Bevölkerung als auch der zahlreichen Gäste des Seewinkels größter Bedeutung zukommt.

Der Konvent der Barmherzigen Brüder als Betreiber der Einrichtung garantiert mit dem Betrieb der Unfallambulanz eine medizinisch sehr hochwertige Versorgung auf dem Sektor der Notfallmedizin und der Nachsorge von im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt stationär behandelten Patienten.

Um am aktuellen Stand der Medizin-Technik zu sein, wurde immer wieder in die medizinische Einrichtung bzw. Gerätschaften investiert. So wurde 2001 mit der Anschaffung eines neuen Röntgenaufnahmegerätes im Wert von ca. € 74.000,-- eine große Investition in die apparative Ausstattung getätigt. In den letzten drei Jahren wurden nach und nach die Installationen sowie die Einrichtung modernisiert. € 140.000,-- wurden seit 2002 zur Adaptierung in die Unfallambulanz investiert.

Nun soll der 1979/80 errichtete Gebäudekomplex, in dem sich auch ein Pflegeheim und ein Ärztezentrum befinden grundlegend saniert werden. Die Zeit hat am Gebäude ihre Zeichen gesetzt, so ist durch die Karbonatisierung des Oberflächenbetons die Fassadensanierung zwingend notwendig geworden.

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Rettungszufahrt zur Unfallambulanz
 
 
Dem aktuellen Trend in der Medizin zur Folge – der vermehrten ambulanten und tagesklinischen Versorgung - wäre eine Überlegung zur Erweiterung des Leistungsspektrums durchaus anzustellen, um dem Standort Frauenkirchen zukünftig eine größere Bedeutung zukommen lassen zu können. Die weitblickenden Überlegungen von Frater Lukas Lanzerstorfer reichen von der Installierung eines ambulanten Hospizteams und der Hauskrankenpflege bis hin zur Nischenversorgung auf dem gynäkologischen und geburtshilflichen sowie dem urologischen Gebiet.

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