Jubiläum 50 Jahre HNO-Abteilung
Die Entwicklung der HNO Abteilung
Die Abteilung für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten wurde 1959 im Eisenstädter Krankenhaus
gegründet. Abteilungsvorstand zu Gründung war Prim. Dr. Wolfgang Strobach. Dieser hat gemeinsam mit OA Dr. Hans Huber maßgeblich am Aufbau der Abteilung gearbeitet und die Abteilung bis Ende 1991 geleitet.
Im Gründungsjahr wurden insgesamt 500 Fälle auf der HNO Abteilung behandelt, die Operationen wurden bis 1976 in den Chirurgischen Operationssälen durchgeführt, da die HNO über keinen eigenen OP-Saal verfügte. Erst mit dem Umzug in den heutigen Neubau erhielt die HNO einen eigenen Operationssaal. 1980 folgte der zweite Operationssaal, der aufgrund der Zunahme zeitaufwendiger mikrochirurgischer Engriffe notwendig wurde.
Anfang der 90iger Jahre wurden in Eisenstadt 1.360 HNO Fälle behandelt und 1.262 Operationen durchgeführt. Mit 1. Jänner 1992 übernahm Prim. Dr. Mohammed Charkasi die Leitung der HNO Abteilung. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte gerade die Sanierung und Modernisierung der HNO-Abteilung. Prim. Charkasi hat die Abteilung erfolgreich bis Ende 2005 geleitet.
Seit 1. Jänner 2006 ist Prim. Univ.Doz. Dr. Antonius C. Kierner Vorstand der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Unter seiner Leitung wurde/wird das Spektrum der Ohr- und Tumorchirurgie verbreitert. Sanierende Ohroperationen werden zunehmend in lokaler Anästhesie durchgeführt. Der Diagnostik und Therapie von Schwindel kommt immer mehr eine Schwerpunktstellung zu.
Im Jahr 2008 hatte die HNO Abteilung 27 Betten. Insgesamt wurden 1.482 Fälle behandelt und 1.652 Operationen durchgeführt. Die Zahl der ambulanten Fälle lag bei 8.677.
Auch die Pflege hat sich in den letzten 50 Jahren entsprechend weiterentwickelt und erfolgt mittlerweile nach dem Prinzip der patientenorientierten Bezugspflege. Der Patient wird dabei in seiner Gesamtheit wahrgenommen. Die Planung und Ausführung der kompletten Pflegemaßnahmen wird so im Sinne des Patienten umgesetzt. Wichtig dabei: die individuelle Betreuung während des stationären Aufenthaltes und die Möglichkeit, bei Bedarf auch Schulungen und Beratungen passend zu den jeweiligen Patientenbedürfnissen anzubieten wie beispielsweise Nahrungsberatung, Logopädie, etc.

Entwickelt hat sich in den letzten Jahren unter anderem die Anwendung der Palliativpflege unheilbar erkrankter Patienten. Individuelle Pflege, Schmerztherapie und psychosoziale Betreuung tragen dazu bei, die Lebensqualität des Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Das Pflegeteam vor Ort setzt diese Prinzipien gemeinsam mit Patient und Angehörigen um.
Die Jubiläumsfeier
Gefeiert wurde am 2. Oktober in der Wirtschaftskammer. Zahlreiche Gäste kamen der Einladung nach. Seitens der Politik nahmen LHStv. Mag. Franz Steindl, LR Dr. Peter Rezar, Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel und HR Mag. Gerhard Tschurlovits an der Feier teil. Gemeinsam würdigten sie die Leistungen sowie die Entwicklung der Abteilung und im allgemeinen die Zusammenarbeit mit dem Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Das Buffet im Anschluss an den Festakt ließ den Abend gemütlich ausklingen.