Gründung in Graz
Am 20. Juni 1615 fand am Platz der allgemeinen Richtstätte die Grundsteinlegung statt.
Vorerst hatten ausschließlich italienische Brüder mit der Adaptierung eines Stadels zu einem notdürftigen Krankenzimmer mit 12 Betten und einer Kapelle begonnen. Bis 1636 war das Krankenhaus auf 18 Betten ausgebaut.
Eine hochherzige Förderin war Kaiserin Maria Theresia. Durch ihr Unterstützung konnte 1777 das Krankenhaus auf 50 Betten ausgebaut werden. Der Konvent war auf 30 Brüder gewachsen.
Der Josefinismus brachte tiefgreifende Zäsuren. Die österreichische Ordensprovinz wurde vom Ordensgeneral in Rom getrennt, eine Isolation der Klöster war die Folge. Erst 1855, das Jahr des Konkordats, brachte wieder eine Reform in österreichischen Klöstern und Stiften im Sinne ihrer Gründerideale. 
Das nunmehrige „Reformkloster“ nahm eine Sonderentwicklung, leistete Vorbildhaftes für alle Niederlassungen und wurde 1879 mit den Gründungen Graz-Eggenberg (1864), Kainbach (1875) und St. Veit/Glan (1876) zur selbständigen steiermärkischen Ordensprovinz. Zusammen zählte man 70 Brüder und 800 Krankenbetten.
Weitere Gründungen von Graz ausgehend waren Tantur/Palästina (1879), Nazareth/Palästina (1882) Kandia/Slowenien (1893) und Kreckelmoos/Tirol (1926). 1951 erfolgte wieder der Zusammenschluss mit der Wiener Provinz zur österreichischen Ordensprovinz.
Erst die beiden Weltkriege brachten Rückschläge. Besonders der Nationalsozialismus beendete die blühende Existenz des Ordens. Die Krankenhäuser wurden enteignet, die Brüder vertrieben. 1945 fand man das Hospital desolat und ausgebombt vor. Aber unverzüglich machten sich die zurückkehrenden Brüder an den Wiederaufbau.
Seit dem gibt es laufend Umbauten und Erneuerungen, wodurch sich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz Marschallgasse, zu einem hoch angesehenen Spital mit derzeit 225 Betten entwickelte.