St. Veit: Photodynamische Therapie
Zunächst wird dem Patienten ein
bestimmter Farbstoff (sogn. Photosensibilisator , Porfimer intravenös)
verabreicht. Dieser so genannte Photosensibilisator wird vor allem in
der Tumorzelle abgelagert. Durch eine nachfolgende Bestrahlung mit
einem speziellen roten Licht (Laserlicht) werden die Tumorzellen durch
Auslösung einer bestimmten Reaktion zerstört. Wichtig ist, dass dabei
die gesunden Zellen erhalten bleiben, da die Bestrahlung gezielt auf
den Tumor erfolgt.
Anwendungsbereiche
Die Photonentherapie wurde für
Tumorerkrankungen im Bereich der Speiseröhre, der Gallengänge und des
Mastdarms eingeführt. In der Internen Abteilung in St. Veit konnten
bisher vor allem im Bereich bösartiger Gallengangerkrankungen
Erfolge erzielt werden. Die Therapie kommt vor allem jenen Patienten
zugute, bei denen die Tumorerkrankung aus diversen Gründen nicht mehr
durch eine Operation behandelt werden kann.
Hier muss zwischen kurativen und
palliativen Therapieansätzen unterschieden werden. Bei ersteren ist die
Heilung Ziel der Therapie. Das ist beispielsweise bei bestimmten
inoperablen Gallenwegskarzinomen im Frühstadium der Fall. Beim
palliativen Ansatz sind Patienten betroffen, bei denen keine
realistische Chance auf Heilung mehr besteht und bei denen daher die
Förderung der Lebensqualität im Vordergrund steht. Oft ist aber
aufgrund eines schlechten Allgemeinzustands oder fortgeschrittenen
Alters eine Operation nicht mehr möglich.
Ein typischer kurativer Ansatz wäre die
Entwicklung einer intraepithelialen Neoplasie in einer Barrett
-Schleimhautveränderung des Ösophagus
(Auch die nachfolgend beschriebenen endoskopischen Mucosaresektionen werden an unserer Abteilung durchgeführt).
Als Beispiel finden Sie hier das Vorgehen bei einem Barrett-Ösophagus (.pdf, 15 KB)!
| Erklärung der Kurzbezeichnungen: | IEN - | intraepitheliale Neoplasie |
| HG - | high grade | |
| LG - | low grade | |
| ER - | endoskopische Resektion | |
| LSB: | long segment barrett | |
| SSB: | short segment barrett |
Für weitere Auskünfte steht Ihnen Herr Prim. Dr. Franz Siebert, Interne Abteilung, gerne zur Verfügung (Tel.Nr. 04212/499-481)!