Wednesday 23. May 2012

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Gewinn durch Fasten

 

Im Gesundheitszentrum der Barmherzigen Brüder in Schärding am Inn hat Fasten eine lange Tradition: Die Ernährungstherapie, zu der das Fasten gehört, ist eine der fünf Säulen der Kneipp-Kur (Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung und Ordnung). In unserer Zeit hat das Heilfasten über die Gewichtsreduktion hinaus einen besonderen Stellenwert erhalten, weil dadurch Schadstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden können. Seit neuestem wird bei den Barmherzigen Brüdern das Basenfasten erfolgreich durchgeführt, eine Diät, mit welcher der Körper entsäuert wird.

Betreut werden die Kurgäste, die zum Fasten kommen, von Frau Theresa Goldberger. Sie ist dipl. Fasten- und Gesundheitstrainerin und steht den fastenden Kurgästen hilfreich zur Seite. Am Sonntag hält sie den Einführungsvortrag, und auch danach kann sie jederzeit kontaktiert werden. Gerade beim Heilfasten, d. h. wenn nur flüssige Nahrung erlaubt ist, sind z. B. der 2. und 3. Tag die Krisentage, an denen die Fastenden unter der Nahrungskarenz besonders leiden.

 

Heilfasten

80 % der Zivilisationskrankheiten, die durch falsche Ernährung und eine mit Schadstoffen belastete Umgebung entstehen, können im Anfangsstadium durch Heilfasten, d. h. nur flüssige Ernährung, gelindert, wenn nicht gar geheilt werden. Am besten nimmt man sich dafür 2 Wochen Zeit, denn es werden 5 Tage gefastet, 2 Tage gehören dem Aufbau der Ernährung zur normalen Kost, und eine Woche sollte man sich noch für die Umstellung auf gesunde Ernährung im Gesundheitszentrum der Barmherzigen Brüder Zeit nehmen. Denn nur wenn nach dem Fasten auch die schlechten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten abgelegt werden, kann die Fastenkur nachhaltig wirken. 

Am Beginn einer Fastenkur steht ein Arzt-Check.

Der 1. Und 2. Fastentag beginnt mit einer Darmentleerung mit Hilfe von Glaubersalz. Wenn der Darm leer ist, vergeht auch das Hungergefühl.

Durch die Enthaltsamkeit von fester Nahrung und reichlich Flüssigkeitszufuhr (3–4 l/Tag ungesüßter Tee, Wasser) scheidet der Körper Schlacken und Schadstoffe aus. Dadurch kann es z. B. zu  Kopf- und  Gelenksschmerzen kommen, die Körperausdünstung ändert sich, viele Fastende bekommen eine belegte Zunge. Diese Unpässlichkeiten verschwinden meist nach 2 Tagen.

Am Morgen und am Abend gibt es eine klare Gemüsesuppe, die gelöffelt werden muss. Dafür wird Gemüse der Saison bei kleiner Hitze 2 Std. gekocht, damit die Vitamine erhalten bleiben. Am Morgen bekommen die Heilfaster

1/8 l frisch gepressten Obst/Gemüsesaft, der löffelweise zu sich genommen werden soll. Mittags gibt es ebenfalls wieder einen frisch gepressten Obst/Gemüsesaft, jedoch einen 1/2l. Am Abend kommt eine klare Gemüsesuppe auf den Tisch und zwar 2 Tassen. Das verwendete Obst und Gemüse stammt aus biologischem Anbau und aus der umliegenden Region.

Durch das Fasten können sich die Organe ausruhen, der Körper ernährt sich von innen her, aber maßvoll. Auch die Magensaftproduktion geht zurück.

Wichtig ist nach dem Ende des Fastens, dass langsam der Übergang zur normalen Ernährung herbeigeführt wird. Vor allem die darauf folgenden zwei Aufbautage sind sehr wichtig, denn wenn kein gezielter Kostaufbau erfolgt, kann der Körper Schaden nehmen, z. B. kann der Genuss von Alkohol zu Leberschäden führen.

 

Basenfasten

Unausgewogene und schlechte Ernährung (Fastfood, zu viel Wurst und Fleisch, Alkohol, Kaffee, zu viel weißer Zucker, Süßstoffe u. a.) führen dazu, dass im Körper der Säureanteil überwiegt. Aber auch Stress macht „sauer“, wir kennen entsprechende Redenswendungen. Der Körper produziert zwar selbst Säuren, aber keine Basen, und diese sind notwendig, um die Neutralisierung der überschüssigen Säuren zu erreichen. Fehlen diese basischen Stoffe, holt sie sich der Körper z. B. aus den Knochen. Es kommt zu einem Kalzium-, Eisen-, Kupfer-, Magnesium- und Manganmangel, die Selbstreinigungskräfte des Körpers werden blockiert, vor allem die Ausscheidungsorgane. Der Körper verschlackt, es kommt zu Übergewicht, und Leistungsfähigkeit, Widerstandskraft, Vitalität und Lebensfreude sinken. Und verstärkt setzen

Krankheits- und Alterungsprozesse früher ein. Fasten unter ärztlicher Aufsicht

zumindest einmal jährlich sowie regelmäßig durchgeführte Entlastungstage

(z. B. Kartoffel- oder Krauttag) sind als Therapie bei Übersäuerung des Körpers

gesundheitsfördernd und eine Unterstützung den Körper wieder in Einklang

zu bringen.

Beim Basenfasten handelt es sich um eine Diät, die eine sanfte Entsäuerung des Körpers und damit eine Entlastung herbeiführt. Es darf fast alles gegessen werden, was im Körper basisch verstoffwechselt wird, vor allem Gemüse und Obst.

Nach dem Arzt-Check am ersten Tag erhalten die Fastenden morgens einen Dinkelbrei mit viel Obst oder Kompott, mittags abwechselnd Reis oder Kartoffeln mit viel Gemüse, Kräutern, Salat, und zwar so viel, wie jeder will, und abends 2 Tassen Gemüsesuppe, die aus gekochtem Gemüse, das püriert wird besteht und mit Kartoffeln eingedickt ist und mit Kräutern verfeinert wird. Während des Basenfasten muss auf  Zucker gänzlich verzichtet werden, Salz

Wird nur minimal verwendet. Täglich soll man 3–4 l trinken.

Obwohl Basenfasten nicht so hart scheint, kommt es trotzdem zu Fastenflauten, und dem Betroffenen wird Durchhaltevermögen abverlangt. Denn die Genussmittel fehlen dem Körper; was wir gewohnt sind, geht ihm ab.

 

Unterstützende Maßnahmen

Wichtig bei Fastenkuren ist Bewegung, man sollte einmal pro Tag schwitzen, was die Ausscheidung der Schadstoffe über die Haut anregt. Im Gesundheitszentrum der Barmherzigen Brüder wird von Montag bis Freitag vormittags kostenlos Gymnastik angeboten, nachmittags gibt es eigens für die Fastenden begleitete Spaziergänge und Nordic Walking, so dass an jedem Nachmittag für Bewegung gesorgt ist.

 

 

Man weiß, dass der Körper am Morgen am besten ausscheidet, daher werden beim Fasten in den frühen Morgenstunden (bis 5 Uhr früh) noch im Bett Leberwickel (Salzwickel) verabreicht. Dabei werden in Salzwasser getränkte Tücher für ca. 1,5 Std. um den Bauch gelegt.

Beim Basenfasten nehmen die Kurgäste jeden 2. Tag ein Vollbad mit Basenpulver, damit die Haut besser entgiftet wird und so die Ausscheidung  angeregt wird.

Durch Kneipp-Wasseranwendungen wird der Kreislauf unterstützt, der durch Fastenkuren besonders beansprucht wird. Mit Güssen und ansteigenden Bädern (mit ansteigender Wassertemperatur) erreicht man eine Ankurbelung des Kreislaufs.

 

Dem Körper Gutes tun

Jede Art von Fasten ist ein Gewinn für den Körper. Es stellt eine ideale Art der Vorbeugung gegen unsere Zivilisationskrankheiten dar und verzögert gleichzeitig das Altern. Es hilft, sich von Medikamenten und Genussmitteln zu befreien, führt zu schöner Haut, ist gut in den Wechseljahren und verbessert die Heilungschancen bei vielen Stoffwechselkrankheiten.

In der gediegenen Atmosphäre des Gesundheitszentrums der Barmherzigen Brüder, wo man versucht, dem Gast jeden Wunsch von den Augen abzulesen, kann eine Fastenkur zu einem wahren Jungbrunnen werden.

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