Wednesday 23. May 2012

Inhalt:

Kneippen am Inn seit 1892

 

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"Dr. Otto Ebenhecht, Pfarrer Sebastian Kneipp und Schärding" oder

"Wie Schärding zum bekanntesten Kurort Österreichs wurde"

 

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In Bayern 1845 geboren widmete sich Otto Ebenhecht dem Studium der Medizin Chirurgie. In seiner Begeisterung für Naturheilverfahren studierte er beim Pfarrer und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp, dem Begründer der Kneipp-Therapie. In Salzburg absolvierte Ebenhecht seine Prüfungen und eröffnete in Aistersheim seine erste Kaltwasserheilanstalt. Aufgrund der besseren Hochquellwasser-Qualität sowie der besseren Verkehrsanbindung wechselte er auf Empfehlung von Pfarrer Sebastian Kneipp nach Schärding.

 

In Schärding am Inn eröffnete Dr. Otto Ebenhecht am 15. April 1892 eine Kaltwasseranstalt nach dem System Kneipp. Seit dem Einsetzen des Kurbetriebs spielt der Fremdenverkehr in Schärding eine wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsame Rolle. Gleich im ersten Jahr wurden über 700 Kurgäste behandelt.

 

Die Patienten kamen nicht nur aus der Monarchie, vor allem aus Wien, sondern auch aus Deutschland, Amerika und Afrika. Das Kneippen war damals hochmodern, Ebenhecht erwarb sich einen hervorragenden Ruf. Wegen des starken Zulaufs der Heilungssuchenden kam es schon in den ersten Jahren zu bedeutenden Vergrößerungen. Mit den Jahren stieg die Zahl seiner Patienten über 1100.

 

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1894 war für Schärding ein bedeutsames Jahr: Monsignore Kneipp erfreute die Kurstadt und Ebenhecht´sche Anstalt mit seinem Besuch. Dieser Besuch wird wohl die schönste Anerkennung für Ebenhechts Tätigkeit gewesen sein. Die Innviertler Volkszeitung beschrieb den 9. November 1894 so: „Also gestern war Herr Prälat Sebastian Kneipp in Schärding gewesen! Das Städtchen war beflaggt und fand Vater Kneipp bei seiner Ankunft am hiesigen Bahnhofe warmen Empfang. Nach Begrüßung durch den Bürgermeister Pfliegl und Herrn Badearzt Ebenhecht, sowie seitens der zahlreich herbeigeeilten Verehrer bestieg der „Ersehnte“ die bereitgestandene Equipage und fuhr direct zur Ebenhechtschen Villa, wo er kurze Saft und Stärke nahm…..“

 

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Ebenhecht erlangte mit der Schärdinger Kaltwasseranstalt und seinen Heilerfolgen Ruhm und Anerkennung – weit über die Grenzen der Monarchie hinaus. Bedeutende Vergrößerungen der Baderäumlichkeiten, sowie die Neuerbauung einer heizbaren Wandelbahn und eines Dampfbades fanden statt. Gleichzeitig wurde in der Anstalt die Untersuchung mit Röntgenstrahlen durchgeführt.

 

Durch die Betreibung der Kuranstalt brachte Ebenhecht viele Fremde in die Stadt, die Geld hierließen und so der Wirtschaft zum Aufschwung verhalfen. Als Dank wurde 1909 Dr. Otto Ebenhecht zum Ehrenbürger der Stadt Schärding ernannt.

 

1910 starb Ebenhecht im Alter von 64 Jahren bei Meran in Südtirol, wo er stets die Wintermonate verbrachte.

 

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Die nun herrenlose Schärdinger Kaltwasseranstalt wurde von der Stadtgemeinde ersteigert. Man bemühte sich, die „Barmherzigen Brüder“ für die Anstalt zu interessieren. Nach jahrelangen Verhandlungen und Besitzerwechsel ging der Besitz in das Eigentum des Ordens 1929 über, wurde renoviert und erneuert und am 29. Mai 1931 als Kurhaus der Barmherzigen Brüder Schärding am Inn neu eröffnet.

 

 

 

 

 

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Kneipp-Gesundheitszentrum Barmherzige Brüder
A-4780 Schärding, Kurhausstraße 6
Tel. +43 (0)7712 - 3221, Fax: DW 400, E-Mail

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