Wednesday 8. September 2010

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Würdevoller Abschied vom ungeborenen Kind

Im Mai fand im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan eine  Abschiedsfeier für Eltern statt, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Bei der würdevollen Zeremonie fanden die Hinterbliebenen Platz für ihre Trauer und ihren Schmerz.

 

„Uns ist der würdevolle Umgang mit allen fehl- und totgeborenen Kindern ein besonderes Anliegen. Deshalb gibt es in unserem Krankenhaus halbjährlich eine überkonfessionelle Abschiedfeier für alle Kinder, die nicht ins Leben geboren wurden“, erklärt Mag. Michael Steiner, der Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan. Auch im Mai 2010 konnten sich die Eltern bei dieser Feier in einem würdigen Rahmen von ihren ungeborenen Kindern verabschieden. Organisiert wird der Abschied von der Krankenhausseelsorge und der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Deren Leiter, Primar Dr. Freydun Ronaghi, dazu: „Nicht nur die Angehörigen, auch mich und mein Team bewegen diese entscheidenden Schritte im Trauerprozess der Hinterbliebenen sehr“.

 

 

Die Trauer muss einen Platz haben

 

Auf Wunsch der Eltern werden die fehl- und totgeborenen Kinder nicht nur verabschiedet, sondern auch in einem Gemeinschaftsgrab am Stadtfriedhof in St. Veit/Glan bestattet.  „Wir sind sehr froh, dass die Stadtgemeinde unsere Einschätzung der Wichtigkeit des Anliegens teilt und deshalb die Bestattung vornimmt und das Grab sowie den Sarg zur Verfügung stellt“, sagt Steiner. 

 

 

Hilfe in einer schwierigen Zeit


Aber auch neben diesen würdevollen Ritualen finden Eltern von früh- und totgeborenen Kindern im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan die Unterstützung, die sie in dieser schwierigen Zeit brauchen. „Selbstverständlich stehen den Eltern unmittelbar nach einem solchen traumatischen Erlebnis ausgezeichnete Psychologinnen und Psychologen sowie unsere Krankenhausseelsorge zur Verfügung“, erklärt Steiner.

 

 

Ein Haus mit Herz und Kompetenz


Das A.ö. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan vereinigt hohe medizinische Fachkompetenz mit einer starken menschlichen Komponente im Umgang mit den Patientinnen und Patienten. Ein ganzheitlicher Ansatz in allen Bereichen und Abteilungen wird als Grundvoraussetzung für die Gesundung von Menschen gesehen. So ist das Krankenhaus St. Veit/Glan schon im November 2004 als erstes Spital in Kärnten in das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (ÖNGK), einer Organisation der WHO (Weltgesundheitsorganisation), aufgenommen worden. Im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsversorgung setzt das Krankenhaus St. Veit/Glan auf fachliche Schwerpunktsetzung und Kooperationen und hat sich als fairer und verlässlicher Partner in Kärnten etabliert. Das Krankenhaus St. Veit/Glan wurde 1876 gegründet und beschäftigt rund 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 66 Ärztinnen und Ärzte. Jedes Jahr werden etwa 14.000 Patientinnen und Patienten stationär aufgenommen und 12.700 Fälle ambulant betreut, insgesamt sind das an die 75.000 Pflegetage pro Jahr. Das Krankenhaus ist eines von 8 Spitälern in der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, die mit insgesamt rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte private Krankenanstaltenerhalter in Österreich.

 

Seit dem 26. April 2006 besteht eine umfassende Kooperation zwischen dem Orden der Barmherzigen Brüder mit dem Krankenhaus in St. Veit/Glan und jenem der Elisabethinen in Klagenfurt. Ziele des neuen Verbunds sind die nachhaltige Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung und die Standortsicherheit beider Häuser mit ihren christlichen Wurzeln und Traditionen.

 

 

 

Rückfragehinweis:
Anna Harmer, LLB, MA
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