Wednesday 23. May 2012

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GROSSZÜGIGE SPENDE des ROTARY-CLUBS St.Veit

Durch die Spende des Rotary-Clubs St. Veit/Glan in Höhe von € 50.000 konnte am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan ein neues Behandlungsgerät angeschafft werden, das eine neue Therapieform zur Behandlung von Krebsvorstufen in der Speiseröhre ermöglicht.

Der Scheck wurde am 9. September von den beiden Rotary-Präsidenten Michael Ausserwinkler und Winfried Pichorner offiziell überreicht.

 

 

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v.l.n.r. Pater Prior Paulus Kohler, Pater Provinzial Ulrich Fischer, GL Mag. Michael Steiner,

KD Mag. Manfred Kraßnitzer, Prim. Dr. Franz Siebert, Arch. Winfried Pichorner,

Dr. Michael Ausserwinkler, PD Oberin Christa Santner

 

 

 

„Wir sind dem St. Veiter Rotary-Club sehr dankbar für seine großzügige Spende, die es unserem Krankenhaus ermöglicht hat, als einziges in Kärnten, diese neue Therapieform anzubieten und somit PatientInnen vor einem lebensbedrohlichen Krebsleiden zu bewahren“, so Pater Provinzial Ulrich Fischer, Barmherzige Brüder Österreich.

 

Seit diesem Frühjahr wird an der Internen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan die neue Therapie der sogenannten endoskopischen Radiofrequenzablation zur Behandlung von Barrett-Ösophagus durchgeführt. Die Anschaffungskosten des dafür notwendigen Behandlungsgeräts wurden vollständig vom Rotary Club St. Veit/Glan übernommen.

 

Durch karitative Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Konzert des sogenannten „Rotarischen Advents“ im Rathaushof, ist es dem Rotary-Club gelungen diese Geldsumme, für die neue Behandlungsform, dem Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.

 

Der St. Veiter Rotary Club feierte vergangenes Jahr sein 40-jähriges Bestandsjubiläum und unterstützt seit geraumer Zeit das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan.

 

 

 

Behandlung des Barrett-Ösophagus durch Radiofrequenzablation (BARR-X-Therapie)
 

„Es steht uns nun endlich eine wirksame Therapie zur Verfügung, um spezielle Veränderungen bei Speiseröhrenkrebs frühzeitig behandeln und auch verhindern zu können“, so Prim. Dr. Franz Siebert, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan.

 

In den letzten beiden Jahrzehnten konnte in der westlichen Bevölkerung eine Zunahme des  Barrett-Ösophagus bemerkt werden. Dabei handelt es sich um eine zunächst gutartige Schleimhautveränderung in der Speiseröhre, die vorwiegend durch chronischen Speiseröhrenreflux, wie Sodbrennen ausgelöst wird. Rund 25 Prozent aller PatientInnen mit Symptomen der Refluxkrankheit aber auch 15 Prozent aller Personen ohne Symptome bei dennoch bestehender Refluxkrankheit, weisen diese Vorstufe eines Speiseröhrenkarzinoms, den sog. Barrett-Ösophagus auf.

 

„Eine von zehn Personen entwickelt dabei innerhalb von zwanzig Jahren zumindest beginnende Veränderungen eines Speiseröhrenkarzinoms und in weiterer Folge dann eine vollständige Krebserkrankung“, so Prim. Dr. Siebert. Mit der Radiofrequenzablation wurde seit einigen Jahren eine neue Behandlungsmethode entwickelt, bei der im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung (Gastroskopie) eine Verödung (Radiofrequenzablation) der gefährdeten Schleimhaut durchgeführt und somit die Krebsentwicklung verhindert wird. „Nicht jeder Patient der einen Barrett-Ösophagus hat, muss sich allerdings dieser Behandlungsmethode unterziehen, da es sehr unterschiedliche Ausprägungen dieser Krankheit gibt“, erklärt Prim. Dr. Siebert.

 

 

Ein Haus mit Herz und Kompetenz


Das A.ö. Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan vereinigt hohe medizinische und pflegerische Fachkompetenz mit einer starken menschlichen Komponente im Umgang mit den Patientinnen und Patienten. Ein ganzheitlicher Ansatz in allen Bereichen und Abteilungen wird als Grundvoraussetzung für die Gesundung von Menschen gesehen. So ist das Krankenhaus St. Veit/Glan schon im November 2004 als erstes Spital in Kärnten in das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (ÖNGK), einer Organisation der WHO (Weltgesundheitsorganisation), aufgenommen worden. Im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsversorgung setzt das Krankenhaus St. Veit/Glan auf fachliche Schwerpunktsetzung und Kooperationen und hat sich als fairer und verlässlicher Partner in Kärnten etabliert. Das Krankenhaus St. Veit/Glan wurde 1876 gegründet und beschäftigt rund 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 66 Ärztinnen und Ärzte. Jedes Jahr werden etwa 13.000 Patientinnen und Patienten stationär aufgenommen und 12.700 Fälle ambulant betreut, insgesamt sind das an die 75.000 Pflegetage pro Jahr. Das Krankenhaus ist eines von 8 Spitälern in der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, die mit insgesamt rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte private Krankenanstaltenerhalter in Österreich ist.

 

Seit dem 26. April 2006 besteht eine umfassende Kooperation zwischen dem Orden der Barmherzigen Brüder mit dem Krankenhaus in St. Veit/Glan und jenem der Elisabethinen in Klagenfurt. Ziele des neuen Verbunds sind die nachhaltige Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung und die Standortsicherheit beider Häuser mit ihren christlichen Wurzeln und Traditionen.

 

 

 

Rückfragehinweis:
Lisa Bauer
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