Wiener Spital wurde erstes Lehrkrankenhaus
Zusammenarbeit mit der „Medizinischen Universität Wien“
Das Studium der Humanmedizin ist im Umbruch. Die neue Studienordnung
(Curriculum) überwindet eine strenge Trennung zwischen vorklinischem
und klinischem Studienabschnitt und sieht ihren Schwerpunkt im
praxisorientierten Unterricht in Kleingruppen.
Im dritten Studienabschnitt (5. und 6. Studienjahr) sind die Studierenden vormittags im praktischen Unterricht an den Universitätskliniken und Lehrkrankenhäusern, nachmittags an der Universität für Vorlesungen.
Start mit WS 2005/06
Mit dem Wintersemester 2005/2006 kamen erstmals Studenten nach der neuen Studienordnung in den dritten Studienabschnitt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien hat mit der Medizinischen Universität Wien einen Vertrag abgeschlossen, der die Zusammenarbeit in der Ausbildung der Studierenden regelt. Im fünften Studienjahr werden die Fächer Notfallmedizin, Innere Medizin und Chirurgie (mit Fächern wie Orthopädie, Urologie u. a.) unterrichtet, im sechsten Jahr folgt die Ausbildung an den Abteilungen für Augenheilkunde, HNO, Gynäkologie und Neurologie.
Das Studienjahr ist in sechs Blöcke mit fünf Wochen gegliedert. An den Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie des Hauses werden im fünften Studienjahr jeweils ca. 48 (max. 60), in den Fächern Augenheilkunde, HNO, Gynäkologie und Neurologie im sechsten Studienjahr jeweils ca. 24 (max. 30) Studierende, verteilt auf die sechs Blöcke, unterrichtet. Sie sollen – so das Curriculum – „klinische Fertigkeiten, Wissen und Haltungen“ vermittelt bekommen.
Anerkennung für die Leistungen des Spitals
Viele Gründe waren dafür entscheidend, dass das Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder erstes Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien wurde: das breite Fächerspektrum eines der sechs Schwerpunktkrankenhäuser Wiens, das Ansehen in der Patientenbetreuung und auch die Kompetenz, eine große Aufgabe wie die Ausbildung über alle Abteilungen und Strukturen des Krankenhauses hinweg gemeinsam zu lösen. Um diesen gemeinsamen Willen zu bekunden, fand der Festakt zur Verleihung des Titels „Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien“ auch in besonders feierlichem Rahmen mit allen Mitarbeitern des Hauses statt.
Die Verankerung des Krankenhauses als Lehrkrankenhaus ist auch ein Zeichen dafür – so Pater Prior Ulrich Fischer in seiner Ansprache –, dass der Orden der Barmherzigen Brüder bereit ist, sich den stets neuen Aufgaben der Gesellschaft zu stellen.
Erneute Zusammenarbeit
Bereits einmal in seiner langjährigen Geschichte war das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien ein Lehrkrankenhaus: Nach seiner Gründung im Jahre 1614 durch den berühmten Chi-rurgen Frater Gabriele Ferrara, waren zunächst – aus Kostengründen, wie in der Chronik vermerkt wurde – Wundärzte und Steinschneider tätig, aber bereits ab 1635 Professoren der „praktischen Heilkunde“ der Universität. Der hier am Hause tätige Stadtphysikus Josef Quarin, Leibarzt Josefs II., hielt im Hause nicht nur Vorlesungen zur Anatomie und theoretischen Heilkunde, sondern – auf Wunsch des Begründers der Wiener Medizinischen Schule, van Swieten – auch Unterricht am Krankenbett. Quarin wurde 1784 erster Direktor des Allgemeinen Krankenhauses. Mit seiner Gründung übernahm das Wiener AKH die praktische Ausbildung der Studierenden.
Nun beginnt wieder eine enge Zusammenarbeit in der Ausbildung zwischen den Barmherzigen Brüdern und der Medizinischen Universität Wien.
Link:
Im dritten Studienabschnitt (5. und 6. Studienjahr) sind die Studierenden vormittags im praktischen Unterricht an den Universitätskliniken und Lehrkrankenhäusern, nachmittags an der Universität für Vorlesungen.
Start mit WS 2005/06
Mit dem Wintersemester 2005/2006 kamen erstmals Studenten nach der neuen Studienordnung in den dritten Studienabschnitt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien hat mit der Medizinischen Universität Wien einen Vertrag abgeschlossen, der die Zusammenarbeit in der Ausbildung der Studierenden regelt. Im fünften Studienjahr werden die Fächer Notfallmedizin, Innere Medizin und Chirurgie (mit Fächern wie Orthopädie, Urologie u. a.) unterrichtet, im sechsten Jahr folgt die Ausbildung an den Abteilungen für Augenheilkunde, HNO, Gynäkologie und Neurologie.
Das Studienjahr ist in sechs Blöcke mit fünf Wochen gegliedert. An den Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie des Hauses werden im fünften Studienjahr jeweils ca. 48 (max. 60), in den Fächern Augenheilkunde, HNO, Gynäkologie und Neurologie im sechsten Studienjahr jeweils ca. 24 (max. 30) Studierende, verteilt auf die sechs Blöcke, unterrichtet. Sie sollen – so das Curriculum – „klinische Fertigkeiten, Wissen und Haltungen“ vermittelt bekommen.
Anerkennung für die Leistungen des Spitals
Viele Gründe waren dafür entscheidend, dass das Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder erstes Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien wurde: das breite Fächerspektrum eines der sechs Schwerpunktkrankenhäuser Wiens, das Ansehen in der Patientenbetreuung und auch die Kompetenz, eine große Aufgabe wie die Ausbildung über alle Abteilungen und Strukturen des Krankenhauses hinweg gemeinsam zu lösen. Um diesen gemeinsamen Willen zu bekunden, fand der Festakt zur Verleihung des Titels „Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien“ auch in besonders feierlichem Rahmen mit allen Mitarbeitern des Hauses statt.
Die Verankerung des Krankenhauses als Lehrkrankenhaus ist auch ein Zeichen dafür – so Pater Prior Ulrich Fischer in seiner Ansprache –, dass der Orden der Barmherzigen Brüder bereit ist, sich den stets neuen Aufgaben der Gesellschaft zu stellen.
![]() Stadtphysikus
Josef Quarin |
Bereits einmal in seiner langjährigen Geschichte war das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien ein Lehrkrankenhaus: Nach seiner Gründung im Jahre 1614 durch den berühmten Chi-rurgen Frater Gabriele Ferrara, waren zunächst – aus Kostengründen, wie in der Chronik vermerkt wurde – Wundärzte und Steinschneider tätig, aber bereits ab 1635 Professoren der „praktischen Heilkunde“ der Universität. Der hier am Hause tätige Stadtphysikus Josef Quarin, Leibarzt Josefs II., hielt im Hause nicht nur Vorlesungen zur Anatomie und theoretischen Heilkunde, sondern – auf Wunsch des Begründers der Wiener Medizinischen Schule, van Swieten – auch Unterricht am Krankenbett. Quarin wurde 1784 erster Direktor des Allgemeinen Krankenhauses. Mit seiner Gründung übernahm das Wiener AKH die praktische Ausbildung der Studierenden.
Nun beginnt wieder eine enge Zusammenarbeit in der Ausbildung zwischen den Barmherzigen Brüdern und der Medizinischen Universität Wien.
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| Vertragsunterzeichnung an der "Medizinischen Universität Wien" |
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| Nach der Vertragsunterzeichnung (v. l. n. r.): Rektor Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz, Vizerektor für Lehre Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, P. Provinzial Paulus Kohler und Krankenhausvorstand P. Prior Ulrich Fischer |
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