Thursday 9. February 2012

Inhalt:

Neues Dialysezentrum für Wien

Gemeinsames Projekt von Stadt Wien, WGKK und Barmherzigen Brüdern
In Wien steigt jährlich der Bedarf an chronischen Dialyseplätzen. Um die qualitätvolle Versorgung der Dialyse-PatientInnen langfristig zu sichern, wird ein neuer Weg beschritten. Stadt Wien, Wiener Gebietskrankenkasse und Barmherzige Brüder errichten ein eigenes gemeinnütziges Dialysezentrum für bis zu 400 PatientInnen.

In Österreich leiden rund 350.000 PatientInnen an einer chronischen Nierenerkrankung. Ein Großteil der Nierenerkrankungen geht auf Diabetes zurück. In Österreich werden insgesamt rund 3.000 PatientInnen dialysiert. Rund 700 davon werden in Wien behandelt. Die Anzahl der Dialyse-PatientInnen steigt pro Jahr zwischen 7 und 10 Prozent. „Deshalb ist es wichtig, gemeinsam und organisationsübergreifend innovative Projekte zu schaffen, um den steigenden Bedarf in der Dialyseversorgung auch in Zukunft zu decken“, so KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold.


 unknown
 v.li.n.re.: Univ.-Prof. Dr. Josef Kovarik, Pater Prior Ulrich Fischer, Franz Bittner, Dr. Wilhelm Marhold und StR. Mag.a Renate Brauner
Das neue Dialysezentrum im Detail


Um die Versorgung der Dialyse-PatientInnen auch in Zukunft zu sichern, planen der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Barmherzigen Brüder ein Dialysezentrum zu errichten. Bei einem Vollausbau von 72 Plätzen bietet das Dialysezentrum im 3-Schicht-Betrieb Kapazitäten für rund 400 PatientInnen.


Die Planung sieht weiters folgendes vor: Es wird eine gemeinnützige GmbH gegründet, an der sich der KAV und die WGKK mit je 49 Prozent und die Barmherzigen Brüder mit 2 Prozent als Gesellschafter beteiligen. Die Betriebsführung übernehmen die Barmherzigen Brüder, die ab Frühjahr 2007 auch die ersten zwölf Betten am Standort Krankenhaus der Barmherzigen Brüder führen werden.


Am Areal des Donauspitals sollen bis 2009 bis zu 60 Betten errichtet und betrieben werden. Die WGKK wird mit der GmbH einen Kassenvertrag zur Abgeltung der Dialyseleistungen schließen.


Die Investitionskosten des Dialysezentrums, die auf maximal 15 Mio. Euro geschätzt werden, teilen sich KAV und WGKK im Verhältnis 70 zu 30. Die Betriebskosten, die bei Vollausbau pro Jahr schätzungsweise rund 11 Mio. Euro ausmachen werden, werden im Verhältnis 30 (KAV) zu 70 (WGKK) aufgeteilt.


 unknown
 v.li.n.re.: Dr. Wilhelm Marhold, Franz Bittner, Pater Prior Ulrich Fischer, StR. Mag. Renate Brauner und Univ.-Prof. Dr. Josef Kovarik
"Die Menschen werden dank der ständigen Weiterentwicklung der Medizin deutlich älter. Dadurch kommt es aber auch zu einem Anstieg der DialysepatientInnen. Dem massiven Zuwachs an DialysepatientInnen in Wien muss man mit gemeinsamen Projekten begegnen. Das neue Dialysezentrum stellt einen innovativen und zukunftsweisenden Ansatz dar", so Univ.-Prof. Dr. Josef Kovarik, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie.


Pater Prior Ulrich Fischer OH, Krankenhausvorstand Barmherzige Brüder Wien: "Die Kooperation zwischen dem KAV als größtem österreichischen Spitalserhalter, der WGKK als größtem Kostenträger im österreichischen Gesundheitswesen und den Barmherzigen Brüdern als Österreichs größtem privaten Spitalserhalter ist ein Vorzeigemodell im Gesundheitswesen unseres Landes. Die Kompetenzen aller dieser drei Partner werden im Dialysezentrum vereint. Dadurch können wir den betroffenen Wienerinnen und Wienern langfristig eine medizinisch und pflegerisch qualitativ hochwertige Versorgung garantieren."

© 2011 Barmherzige Brüder Österreich
http://www.kainbach.at/