Neues Dialysezentrum für Wien
In Österreich leiden rund 350.000 PatientInnen an
einer chronischen Nierenerkrankung. Ein Großteil der Nierenerkrankungen geht
auf Diabetes zurück. In Österreich werden insgesamt rund 3.000 PatientInnen
dialysiert. Rund 700 davon werden in Wien behandelt. Die Anzahl der
Dialyse-PatientInnen steigt pro Jahr zwischen 7 und 10 Prozent. „Deshalb ist es
wichtig, gemeinsam und organisationsübergreifend innovative Projekte zu
schaffen, um den steigenden Bedarf in der Dialyseversorgung auch in Zukunft zu
decken“, so KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold.
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| v.li.n.re.: Univ.-Prof. Dr. Josef Kovarik, Pater Prior Ulrich Fischer, Franz Bittner, Dr. Wilhelm Marhold und StR. Mag.a Renate Brauner |
Um die Versorgung der Dialyse-PatientInnen auch in
Zukunft zu sichern, planen der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), die Wiener
Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Barmherzigen Brüder ein Dialysezentrum zu
errichten. Bei einem Vollausbau von 72 Plätzen bietet das Dialysezentrum im
3-Schicht-Betrieb Kapazitäten für rund 400 PatientInnen.
Die Planung sieht weiters folgendes vor: Es wird
eine gemeinnützige GmbH gegründet, an der sich der KAV und die WGKK mit je 49
Prozent und die Barmherzigen Brüder mit 2 Prozent als Gesellschafter
beteiligen. Die Betriebsführung übernehmen die Barmherzigen Brüder, die ab
Frühjahr 2007 auch die ersten zwölf Betten am Standort Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder führen werden.
Am Areal des Donauspitals sollen bis 2009
bis zu 60 Betten errichtet und betrieben werden. Die WGKK wird mit der GmbH
einen Kassenvertrag zur Abgeltung der Dialyseleistungen schließen.
Die Investitionskosten des Dialysezentrums, die
auf maximal 15 Mio. Euro geschätzt werden, teilen sich KAV und WGKK im
Verhältnis 70 zu 30. Die Betriebskosten, die bei Vollausbau pro Jahr
schätzungsweise rund 11 Mio. Euro ausmachen werden, werden im Verhältnis 30
(KAV) zu 70 (WGKK) aufgeteilt.
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| v.li.n.re.: Dr. Wilhelm Marhold, Franz Bittner, Pater Prior Ulrich Fischer, StR. Mag. Renate Brauner und Univ.-Prof. Dr. Josef Kovarik |
Pater Prior Ulrich Fischer OH, Krankenhausvorstand Barmherzige Brüder
Wien: "Die Kooperation zwischen dem KAV als größtem österreichischen
Spitalserhalter, der WGKK als größtem Kostenträger im österreichischen
Gesundheitswesen und den Barmherzigen Brüdern als Österreichs größtem privaten
Spitalserhalter ist ein Vorzeigemodell im Gesundheitswesen unseres Landes. Die
Kompetenzen aller dieser drei Partner werden im Dialysezentrum vereint. Dadurch
können wir den betroffenen Wienerinnen und Wienern langfristig eine medizinisch
und pflegerisch qualitativ hochwertige Versorgung garantieren."

