Thursday 9. February 2012

Inhalt:

Urologisches Laser- und Laparoskopiezentrum

Modernster Laser erweitert Behandlungsspektrum im Bereich "Niere – Blase – Prostata"
Nach zwei Jahren intensiver Beschäftigung mit Laser-Technologie und -Anwendung steht das modernste Holmium-Lasergerät der Abteilung für Urologie und Andrologie zur Verfügung. Mit diesem 50 Watt Laser gelingt es, bei der gutartigen Prostatavergrößerung nicht nur eine Verdampfung durchzuführen, sondern wie bei der offenen Chirurgie die Prostatalappen im Ganzen zu entfernen.
Dank der Lasertechnik erfolgt die Operation aber durch die Harnröhre mit einer Lichtfaser. Der größte Vorteil dieser minimal-invasiven Methode ist, dass es bei und nach der Operation zu keinem Blutverlust kommt. Die zweite sehr vorteilhafte Anwendung des Lasers ist bei Steinen in der Niere, Harnleiter und Blase. Durch die hohe Laserenergie wird jeder Stein in feinen Sand zerlegt und ausgespült. Mit dieser neuen Methode werden aber auch kleine Tumore im Harntrakt abgetragen, Harnleiter- bzw. Harnröhrenengen erweitert und Operationen am äußeren Genital bei Mann und Frau durchgeführt.


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Das neue Lasergerät ist fahrbar und daher in jedem der acht Operationssäle des Wiener Krankenhauses einsetzbar.

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Zertrümmerung eines Harnleitersteins
durch den Einsatz des neuen Lasergerätes



Modernste laparoskopische Operationsmethoden

Die größte Entwicklung in der Urologie seit über zehn Jahren stellt die Laparoskopie (so genannte Schlüssellochchirurgie) dar. "Wir haben von allem Anfang an die Gelegenheit und das Glück gehabt, an dieser Entwicklung im Sinne unserer Patienten teilzunehmen", so Univ.-Prof. Dr. Paul Schramek, Primar der Abteilung für Urologie und Andrologie. Und Prof. Schramek weiter: "Eckpfeiler dieser minimal-invasiven Chirurgie waren als erstes Operationen an der Niere, wie z.B. die Entfernung bösartiger Nierentumore, Resektionen großer Nierencysten oder rekonstruktive Eingriffe bei Harnleiterengstellen".

Die Operation an der Niere in Blutleere (warme Ischämie) stellt eine sehr schonende Methode zum Organerhalt dar. Der zweite, fast unglaubliche Fortschritt in der Laparoskopie war die laparoskopische radikale Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs. Vorteile dieser Operationsmethode, die heute genauso außerhalb des Bauchraumes wie die offene Operation durchgeführt wird, sind der geringe Blutverlust und optimale Lichtverhältnisse in jeder Operationsphase zur Schonung funktioneller Strukturen.

Die dritte und höchste Entwicklungsstufe stellt die laparoskopische radikale Cystektomie (Blasenentfernung) wegen Blasenkrebs bei Mann und Frau dar. Dabei müssen beim Mann Harnblase und Prostata sowie bei der Frau Harnblase und Gebärmutter entfernt werden. Die Harnableitung wird über einen sogenannten „Bikinischnitt“ entweder durch Bildung einer neuen Blase aus dem eigenen Dünndarm oder durch Ableitung über ein ausgeschaltetes Dünn-darmstück durchgeführt.  Auch bei dieser Operation ist neben den geringen funktionellen Belästigungen (Darmtätigkeit, Bauchschnitt) vor allem der fehlende Blutverlust von Vorteil.

Sowohl die Laserchirurgie als auch die Laparoskopie wurden von allen ständigen Mitarbeitern der Abteilung theoretisch und praktisch voll mitgetragen. Dadurch ist es gelungen, in beiden Techniken für die Patientenversorgung ein in Österreich einmaliges breites Team an Ärzten bereitzustellen. Dieser hohe menschliche und instrumentelle Einsatz war nur aufgrund des großzügigen Spendenaufkommens möglich und soll auch in Zukunft ausreichend Grund dafür sein.


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v.l.n.r.:  OA Dr. Peter Holub, OA Dr. Franz Bliem, Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul Schramek, OA Dr. Reinhard Böhm, Ass. Dr. Wilhelm Bauer, FA Dr. Michael Lamche

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minimal-invasive Operation
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