Erfolgreiche Aktionswochen zur Händedesinfektion
Im Jahr 2007 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die weltweite Kampagne „Clean care is safer care" ins Leben gerufen, in deren Rahmen Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene als eines von fünf vorrangigen Zielen zur Patientensicherheit benannt worden sind. Um verstärkt auf die Wichtigkeit der Händehygiene hinzuweisen, wurde in Deutschland und Österreich die Kampagne „Aktion Saubere Hände" initiiert.
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| Das Hygieneteam: v.l.n.r. (hinten beginnend) Hygienefachkraft (HFK) Irmgard Croce, HFK Maria Toth, Dr. Katharina Reich und OA Dr. Monika Breuer |
Warum hygienische Händedesinfektion
Krankenhausinfektionen haben eine große sozioökonomische Bedeutung. Rund 3 bis 5 Prozent der PatientInnen sind von Krankenhausinfektionen betroffen. Die wirksamste Maßnahme gegen die Übertragung dieser Infektionen ist die hygienische Händedesinfektion. „Krankenhausinfektionen führen zu einem zusätzlichen Leid der Patienten, erhöhen die Verweildauer und damit auch die Kosten. Es ist davon auszugehen, dass rund 20 bis 30 Prozent aller Krankenhausinfektionen durch Händedesinfektion vermieden werden können," erläutert Oberärztin Dr. Monika Breuer, Leiterin der Krankenhaushygiene im Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.
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| Logo der "Aktion Saubere Hände" |
Um dieses Thema einmal mehr bewusst zu machen, hat die Abteilung für Krankenhaushygiene die zweiwöchige „Aktion Saubere Hände" geplant und vorbereitet. An der erfolgreichen Umsetzung waren außer dem Hygieneteam auch die abteilungsspezifischen Hygienekontaktpersonen maßgeblich beteiligt.
An wechselnden Standorten im Krankenhaus wurde täglich, im Zeitraum von zwei Stunden, mittels spezieller Informationsmaterialien sowie praktischer Übungen das umfassende Thema Händehygiene präsentiert. Die Schlussveranstaltung fand im Foyer des Krankenhauses statt.
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| Die teilnehmenden Hygienekontaktpersonen |
Wann wird die hygienische Händedesinfektion eingesetzt?
Die hygienische Händedesinfektion ist anzuwenden:
VOR Patientenkontakt, VOR einer aseptischen Handlung, NACH Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien, NACH Patientenkontakt sowie NACH dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung.
Von zentraler Bedeutung ist: Durch Handschuhe können auch Keime übertragen werden und sie sind kein ausreichender Schutz vor der Keimlast d. h. auch nach dem Handschuhgebrauch ist die Händedesinfektion vorzunehmen!
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| Kollegen unterstützen die „Aktion Saubere Hände |
Sieben Schritte gegen Krankenhausinfektionen
Das richtige Einreiben des Händedesinfektionsmittels besteht aus sieben unterschiedlichen Schritten, die in einer definierten Reihenfolge und in einem Zeitraum von 30 Sekunden durchgeführt werden, bis die Hände trocken sind.
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| Die „Aktion saubere Hände“ war ein großer Erfolg |
Das Resümee dieser zwei Wochen lautet
„Wir konnten über 600 MitarbeiterInnen der unterschiedlichsten Berufsgruppen für unsere Aktion begeistern und erhielten von allen Seiten positives Feedback. Auch das Interesse bei den PatientInnen, deren Angehörigen und den BesucherInnen war sehr hoch. Mittels dieser Aktion haben wir die Sicherheit der MitarbeiterInnen wieder gestärkt, gegen die Übertragung von Krankenhausinfektionen ein wirksames Instrument zu haben - nämlich die Händedesinfektion. Damit können wir uns in die Vielzahl jener Krankenhäuser einreihen deren Hygieneteams sich aktiv an der Kampagne der WHO beteiligen," so das Team der Krankenhaushygiene.




